Seit 1957 FREIE WÄHLER EBNET


Am 5. 1. 2007 feierten die FREIEN WÄHLER EBNET ihr 50jähriges Jubiläum.
Die Laudatio über die 50 Jahre hielt die 1. Vorsitzende Monika Birmelin.

12 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges versammelten sich am 27. Dez. 1957 im ehemaligen Gasthaus Adler fast 1/6 der Ebneter Bevölkerung.  In der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwunges war ihnen nicht nur die Erfolge der Marktwirtschaft, sondern auch die neu errungenen demokratischen Werte wichtig. Als selbstbewußte Demokraten wollten sie nach den Erfahrungen der Vergangenheit die Politik in ihrer Ortschaft parteienunabhänigig mitgestalten. Bürgerschaftliches Engagement war gefragt. Sie wurde zum neuen Element dieser sozialen Gemeinschaft. Bruno Maria Kaufmann war der Initiator dieser Veranstaltung. Sie gründeten einen Verein, wählten einen Vorstand  und beschlossen eine Satzung. 

Dies war die Geburtsstunde der FREIEN WÄHLER in Ebnet. 7 Vorstandsmitglieder lenkten mit Sachverstand und Einfühlungsvermögen die Geschicke in Ebnet. Die FREIEN WÄHLER waren zusammen mit der CDU die wichtigsten politischen Vereinigungen. Die FREIEN WÄHLER stellten einen Bürgermeister, Anton Haury, und unterstützten aktiv die Wahl des parteilosen Willi Ruh. Ihrer damaligen Zeit weit voraus erkannten sie auch, wie wichtig die Einbindung von Frauen in die Kommunalpolitik war. Mit ihrer Unterstützung wurde erstmalig eine Frau, Freifrau von und zur Mühlen in den Ebneter Gemeinderat gewählt.

Zwei  der Gründungsväter, Franz Drescher und Franz Kotterer sen übertrugen sogar ihr Engagement und Sachverstand auf ihre Söhne. Das Ehrenmitglied Gottfried Drescher war über 30 Jahre als Fraktionsvorsitzender Gemeinde- und später Ortschaftsrat, und Franz Kotterer jun.  war über 3 Wahlperioden stellvertretender Ortsvorsteher,  und ist heute noch als Mandatsträger im Amt.

Die 60er und frühen 70er Jahre waren hauptsächlich von der Aufbauarbeit demokratischer Elemente, Errichtung und Unterstützung von Vereinen sowie kirchlichen und sozialen  Einrichtungen geprägt. Dann kam 1974 die Verwaltungsreform. Unsere Mandatsträger trugen in zahlreichen zähen Verhandlungen mit dazu bei, daß die Ortsverwaltung in Ebnet trotz der Zwangszuordnung zu Freiburg erhalten blieb. Hierdurch konnten zumindest noch kleine Reste der früheren Selbständigkeit gerettet werden. Wie erfolgreich die Arbeit unserer damaligen Politiker war, besagt am besten der Ausspruch des ehemaligen Oberbürgermeisters von Freiburg, Eugen Keidel: Freiburg habe mit Ebnet die gesündeste Ehe eingegangen. Besser lassen sich die wirtschaftlichen und strukturellen Erfolge beider politischer Vereinigungen nicht beschreiben, trotz mancher Patt-Situationen des politisch tätigen Duos: FREIE WÄHLER und Christliche Demokraten.


Die Politik der Folgejahre diente dann hauptsächlich der Verbesserung der örtlichen Lebensqualität: Ebnet war historisch angelegt als ein sogen. Straßendorf. Mit der Zunahme des Transit- und Quellverkehres wurden die Lärm- und Immissionsbelastungen immer höher. Die Straße konnte nicht verbreitert werden, so daß sich die Notwendigkeit einer Bündelung des Verkehres auf einer Straße mit ausreichender Kapazität ergab. Alle  Mandatsträger waren in diesen Jahren naturgemäß politisch sehr beschäftigt. Waren doch viele Konflikte und heftige Diskussionen zu bewältigen. Die Söhne der Gründungsväter erwiesen sich in ihrer politischen Weitsicht und Toleranz ihren Vätern gegenüber ebenbürtig: Sie nahmen Kandidaten anderer Parteien auf ihre Wahlvorschlagslisten. Es war die Zeit der sozial-liberalen Wählervereinigung.

1999 wählten die FREIEN WÄHLER in der von Männern dominierten Politik in Ebnet erstmals eine Frau an ihre Spitze: Monika Birmelin. Bernd Meißner aktualisierte die Vereinssatzung. Seit dieser Zeit trägt der Verein offiziell den Namen „FREIE WÄHLER EBNET„. Regelmäßige Vorstandssitzungen wurden wieder durchgeführt, und die Arbeit des Vereines, den gewählten Vertretern zuzuarbeiten, wieder aufgenommen.

Hier einige vergangene und zukünftige Projekte:
2002 bot sich schließlich mit dem Wegfall der alten B 31 für Ebnet erstmals die Chance, ein mehrachsiges Ortszentrum zu erhalten.  Ebnet war von seiner Gründung im 12. Jh. siedlungstechnisch als Straßendorf angelegt. Die FREIEN WÄHLER waren die Ersten, die den Vorschlag des ehemaligen Stadtplaners Herrn Prof. Humperts aufgriffen, und die Verlängerung der Steinhalde in Richtung Halle vorschlugen. In einer öffentlichen Veranstaltung mit dem ehemaligen Baubürgermeister Schmelas wurden die Pläne Prof. Humperts mit der Bitte um Berücksichtigung bei der Planung übergeben.  Dies wurde auch,  wie wir heute feststellen können, angenomen und ausgeführt. Es ist der heutige Hirschenhofweg.
Verkehrspolitisch erörterten wir erstmalig die Möglichkeit einer Verkehrsanbindung an das Straßenbahnnetz in Littenweiler. Der Rückbau der B31 muß in Kürze erfolgen. Mit der Ausweisung neuer Siedlungsgebiete im Osten ist der Durchbruch der Hurstbrunnenstraße auf die alte B31 zur Entlastung des Neubaugebietes unbedingt notwendig. Die notwendigen Kosten müssen in den Doppelhaushalt 2008/2009 unbedingt eingebracht werden.
Aber auch die Bildungspolitik wurde zu einem Schwerpunkt. Die FREIEN WÄHLER konzentrierten ihre Aktivitäten zunächst darauf, eine Erweiterung des Kinderspielplatzes herbeizuführen. Mit Herrn Utz von der Stadtgärtnerei wurde eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Für die kurzfristige Bereitstellung von Sanierungsmitteln für den Kindergartens baten sie den Sozialbürgermeister in einem offenen Brief. Als eine Sanierung des Schulgebäudes notwendig wurde, wurden die Vor- und Nachteile eines Schulneubaues in den Vorstandssitzungen sorgfältig abgewogen. Für den Neubau sprachen die neuen bildungspolitischen Entwicklungsmöglichkeiten, dagegen die nicht genau vorhersehbaren Auswirkungen einer Neunutzung des alten Schulgebäudes im alten Ortskern. Auch die zunehmende Verkehrsbelastung unserer Neubürger in dem neu angelegten Hirschenhofweg erscheint problematisch. Sie wird durch die geplante Bebauung des alten Sportplatzes künftig noch dichter werden. Was die Hallennutzung durch die Ebneter Vereine betrifft, so wird befürchtet, daß die vorhandenen Parkplätze von den Besuchern des Neubaugebietes genutzt werden, und so möglicherweise zu Kapazitätseinschränkungen bei unseren örtlichen Veranstaltungen führen. Lärmbelästigungen bei Veranstaltungen könnte zu nachbarschaftlichen Konflikten führen.
Was das Kinderlernhaus betrifft, so wurde dieses Projekt wegen einer möglichen Konkurrenz zum Kindergarten und der weiteren Verkehrsbelastung des Hirschenhofweges ablehnend diskutiert.
Als mit dem Schulneubau die Möglichkeit einer Integration der Ortsverwaltung erörtert wurde, wurde das abschliessende Meinungsbild durch eine Umfrage in allen Haushalten abgesichert. Das Ergebnis bestätigte die Entscheidung, einer Verlagerung der Ortsverwaltung nicht zuzustimmen.

Die FREIEN WÄHLER sehen in der Unterstützung der örtlichen Vereine eine wichtige kirchliche,  kulturelle und soziale Aufgabe. Mit dem Auftreten zweier „neuer“ (im Sinne der 50 jährigen Geschichte) politischer Vereinigungen, das Forum Ebnet und die SPD wurde aus dem ursprünglichen politischen „DUO“ ein „Quartett“. Neuere und belebende Impulse sind dadurch auf die politische Bühne Ebnets gelangt, was für das Miteinander nur förderlich ist. Gegenseitiger Respekt, Toleranz und Einfühlsamkeit sind gefordert, um den Spagat zwischen den notwendigen strukturellen Veränderungen und dem Erhalt der traditionellen Elemente ohne Überdehnungen auszuführen. Dies sind demokratische Elemente. Sie zu schätzen und bewahren lehrten die Gründungsväter der FREIEN WÄHLER. Demokratie und Freiheit sind wie einige Zwillinge, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Diese Werte als wohlbehütetes Erbe an die Nachkommen weiterzugeben, betrachten die FREIEN WÄHLER als ihre Verpflichtung.

Dr. Monika Birmelin
 

Gemeinde und Ortschaftsräte der Freien Wähler Ebnets seit 1954

ab 2014

Dr. M. Birmelin, H-J. Wolf, E. Drazek, Ch. Hagenberger

ab 2009

Dr. M.Birmelin, H- J. Wolf, H. Menner

ab 2004

Dr. M. Birmelin, F. Kotterer

bis 1999

G. Drescher, E. Drazek, F. Kotterer

bis 1994

G. Drescher, E. Drazek, F. Kotterer

bis 1989

G. Drescher, A. Richtsteiger, A. Kern, G. Menner, W. Vivell, F. Kotterer

bis 1984

G. Drescher, A. Kern, O. Dufner, H. Jorzig, F. Kotterer

bis 1980

G. Drescher, W. Saam, B. Meißner,     B. Dietrich, F. Kotterer

Gemeinderäte
1954 bis 1975

G. Drescher, F. Drescher, F. Dufner, A. Haury, F. Kotterer sen., W. Saam, J. Schirk, F. Wiedensohler

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